Hintergründe zum Neubau

Hintergründe und Geschichte zur städtebaulichen Entwicklung von meseno im Südviertel:

Die Bauvorhaben meseno-Kinderhaus und meseno-Sozialhaus liegen im Südviertel der Stadt Heilbronn, in einem gewachsenen Quartier nahe der Sontheimer Landwehr.

Geprägt wird das Viertel durch die großen Wohnungsbau-Karrees mit ca. 200 Wohneinheiten, die in den 20er Jahren durch die Stadtsiedlung errichtet, 1935 durch 26 Doppelhäuser ergänzt und 1956 durch fünf Großbauten entlang der Sontheimer Landwehr vollendet wurden. Insgesamt unterhält die Stadtsiedlung Heilbronn 400 Wohneinheiten im Quartier.

Diese Häuser sind in die Jahre gekommen, die Bausubstanz ist marode, eine Investition ist nicht sinnvoll. Das gilt auch für die Gebäude von meseno einschließlich der meseno-eigenen Villa „Schlehzwackel“, in denen die Kindereinrichtungen untergebracht sind.

Seit über 20 Jahren ist die meseno-Elsa-Sitter-Stiftung Mieter von Häusern der Stadtsiedlung Heilbronn entlang der Zeppelinstraße. Das Engagement von meseno im Südquartier ist vorbildlich und nachhaltig. meseno prägt und fördert maßgeblich den sozialen Zusammenhalt im Südviertel.

Durch die Neuausrichtung des Quartiers in der Südstadt durch die Stadtsiedlung Heilbronn ergibt sich für meseno die einmalige Chance, sich baulich neu aufzustellen und durch eine neue Gebäudearchitektur nachhaltig zu repräsentieren.

Die Bauvorhaben gliedern sich in zwei Bauabschnitte:

Erster Bauabschnitt: Neubau der Kindertageseinrichtung

Die vorhandene Kindertagesstätte  „Kindervilla“ in der Zeppelinstraße / Ecke Liststraße entspricht nicht mehr den gestiegenen Anforderungen an den Brandschutz und besitzt auch keinen Freibereich für die Kinder, weshalb dieser Standort aufgegeben werden muss.

Neubau Kindertagesstätte

  • Eine 4-gruppige Einrichtung für bis zu 65 Kinder, davon 20 unter 3 Jahren, mit der Möglichkeit der Ganztagesbetreuung.
  • Verteilt auf 2 Geschosse, direkt angrenzend an den Spielplatz, mit eigenen großzügigen Freianlagen, soll ein pavillonartiger Bau in Holzbauweise im Zentrum des Quartiers entstehen.
  • In enger Abstimmung zwischen Stadtsiedlung, dem Nutzer meseno und den Architekten wurde ein funktionierendes Raum- und Nutzungskonzept entwickelt.
  • Ein Konzept mit hellen Gruppenräumen, großzügigen Bewegungsflächen und größtmöglichem Außenbezug und Ausnutzung der topographischen Gegebenheiten.
  • Der Zugang ist sowohl von der Zeppelinstraße und von der Bolzstraße aus möglich, direkt vor dem Eingang im Osten entsteht eine großzügige, autofreie Erschließungszone die dem Ankommen, Abholen und Verweilen Raum bietet.

Zweiter Bauabschnitt: Sozialeinrichtungen und Verwaltung

  • Wohnhaus mit Sozialladen und die meseno-Verwaltung im Erdgeschoss.
  • In den Obergeschossen werden acht kleinere, barrierefrei zugängliche Wohneinheiten (ca. 60 – 80 qm) entstehen, die ersten im Quartier.
  • Städtebaulich bilden die beiden Gebäude einen großzügigen Quartiersplatz und bündeln die meseno-Einrichtungen.
  • So entsteht ein kleines Quartierszentrum, worum sich das Quartier in Zukunft neu ausrichten und weiterentwickeln kann.

Besonderheiten:

  • Holz-Hybrid-Haus mit Holzfassade und Dachbegrünung
  • Acht schwellenfreie Wohnungen, ca. 60 – 80 qm, mit Aufzug und PKW-Stellplatz
  • Alle Wohnungen mit Fußbodenheizung und Balkon / Dachterrasse
  • Geprüfte Raumlufthygiene, nachgewiesen durch Raumluftmessungen durch einen Baubiologen
  • Gesamtfläche der Wohnungen: 526 qm

Fakten:

  • Nutzfläche Kindertagesstätte: 863 qm
  • Nutzfläche meseno-Verwaltung und Sozialladen: 225 qm
  • Investitionskosten gesamt: 6,0 Mio. Euro


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